Die Zeitungsmacher versuchen sich als Unternehmer

Raus aus dem Klassenzimmer – hinein ins Unternehmens-Abenteuer
„Das Beste am CAMPUSUNTERNEHMER sein ist, dass man sein Potenzial entfalten kann und dabei viele Dinge verkaufen kann.“ Pascal, 13 Jahre – so das Fazit der 20 Schüler*innen aus 8. Klassen der Goethe Schule Harburg, die vom 14.-17.5.2018 real erfahren haben, was es bedeutet, eine eigene Geschäftsidee zu entwickeln und umzusetzen. Die 13 bis 15-Jährigen nahmen – im Rahmen einer Schulkooperationswoche – an dem Projekt CAMPUSUNTERNEHMER des gemeinnützigen Vereins Futurepreneur e.V. teil.
An vier Tagen wird bei CAMPUSUNTERNEHMER spielerisch Gründergeist gezündet sowie Unternehmungslust und Tatkraft der Jugendlichen geweckt und gestärkt. Mit der erfolgreich erprobten Methode und einem umfassenden didaktischen Ansatz werden die Jugendlichen zu mehr Eigeninitiative motiviert. „Das sind Eigenschaften, die für die Welt von morgen unerlässlich sind. Die Jugendlichen entdecken, was in ihnen steckt und können im Anschluss erfahrener als Lebensunternehmer und Zukunftsgestalter aktiv werden“, beschreibt Kerstin Heuer, Gründerin und Geschäftsführerin von Futurepreneur e.V., das Ziel des Projektes.
Unter Anleitung zertifizierter Futurepreneur Coaches lernten die Harburger Jugendlichen ihr unternehmerisches Potenzial kennen. Sie tauschten sich dabei auch mit dem lokalen Unternehmern Florian Möschter, (BEMOOKY) zu Tipps und Erfahrungen aus. „Was den Erfolg ausmacht: Machen statt schnacken.“ so Möschter.
Mit diesen Anregungen und viel Motivation legten die Schülerinnen und Schüler los: Jeder Jugendliche entwickelte auf Basis der eigenen Interessen und Kompetenzen eine persönliche Geschäftsidee, schrieb einen kleinen Businessplan und bereitete die Idee einen Nachmittag lang vor. Am letzten Projekttag stand dann die Nagelprobe für die CAMPUSUNTERNEHMER und ihre Geschäftsideen an, z.B. für „Ballonhoroskope“ oder „Raten & Pflegen“, „Kinderparadies“ oder „Your Message“: Bei der Verkaufsaktion in den Harburg Arcaden galt es, potenzielle Kunden von den Produkten und Dienstleistungen zu überzeugen. Die zusätzliche Motivation für die Schülerinnen und Schüler: Das Geld, das sie mit ihrer Geschäftsidee verdient haben, durften sie behalten.
Beim Abschluss des Projekts waren die frischgebackenen CAMPUSUNTERNEHMER nicht nur um das selbstverdiente Geld, sondern vor allen Dingen um viele Erfahrungen reicher und erhielten als besondere Anerkennung ein Diplom von Schulleiterin Vicky-Marina Schmidt.

 

Verkaufshit: Ballon-Horoskope
Ein Bericht von Lena W. und Olivia B.

Beim Campusunternehmer-Projekt hatten wir vier Tage Zeit, um unsere eigene Geschäftsidee zu entwickeln. In den ersten zwei Tagen beschäftigten wir uns sehr viel mit uns und unserer Kreativität, z.B. wurden wir vor Aufgaben wie „Stellt euch vor, ein Flugzeug landet verkehrt herum, was ist das Positive daran?“ oder „Stellt euch vor, ihr habt eine Millionen Coca-Cola Flaschen, die ihr aber nicht als Lebensmittel verkaufen dürft. Was würdet ihr damit machen?“ gestellt. Vor diese Herausforderung stellten uns Katja Walther und Bastian Schenker. Am dritten Projekttag kümmerten wir uns dann um unser eigenes Produkt und stellten es nachmittags selbstständig zu Hause her. Wir hatten Lust, etwas mit einem Horoskop zu machen, aber nicht auf die langweilige Art, sondern wir überlegten uns dazu, die Horoskopbotschaften in Ballons zu verpacken. Also verbrachten wir unseren ganzen Mittwochnachmittag damit, Horoskope zu schreiben, Ballons aufzublasen, die Horoskope einzurollen und sie an den Ballons zu befestigen. Im Großen und Ganzen produzierten wir ca. 50 Ballons und waren nun zum Verkauf bereit.

Um 6:30 Uhr haben wir uns auf den Weg zu unseren Projektleitern gemacht. Wir waren schon so gespannt, was am Donnerstag auf uns zu kommen würde und wie viel Geld wir mit unserer Idee verdienen würden. Ab 8:30 Uhr kümmerten wir uns alle noch um die letzten Vorbereitungen und hielten hilfreiche Beratungsgespräche mit Bastian Schenker. Um 9:15 Uhr machten wir uns alle auf den Weg in die Fußgängerzone in Harburg, wo wir unsere Stände aufbauten. Einige unserer Mitschüler*innen standen in den Arkaden, andere sind herumgelaufen, um ihre Produkte zu vermarkten. An unserem Stand war Einiges los: Viele Kunden hielten an, um genauer zu gucken, was wir da eigentlich aufbauten und verkaufen wollten. Das gefiel uns persönlich sehr, weil wir so eine Menge Umsatz machten. Nur drei Stunden verbrachten wir in den Arkaden, doch es hatte sich gelohnt, denn am Ende des Tages hatten wir 30 Euro eingenommen, sodass jede von uns mit 15 Euro Gewinn nach Hause gehen konnte. Als der letzte Projekttag, der Donnerstag, dann fast schon vorbei war, gab es noch eine kleine Abschlussfeier, bei der unsere Schulleiterin Frau Schmidt uns unsere Campus-Unternehmer-Diplome überreichte. Gefreut hat uns außerdem, dass es für unser Produkt Ballon-Horoskope sogar noch einen Sonderpreis gab. Uns persönlich hat es gefreut zu sehen, wie viel neue Erfahrungen wir damit sammeln konnte und wir sind sehr dankbar für diese Chance.


Verkaufen ist schwerer als gedacht!
Ein Bericht von Pascal B., Meryem D. und Caroline H.

,,Das wird doch eh nichts!“ sagte Caroline aus der Unternehmergruppe des Kinderparadieses. Doch Meryem und Pascal ermutigten sie, dass sie viel verkaufen werden und so kam es auch!

Am 17.5.2018 war es endlich so weit! Caroline, Meryem und Pascal stellten ihre Tische und ihre Stühle in die Harburger Arkaden und verkauften massenhaft Armbänder und Ketten aus Loombändern. Doch nicht wie erwartet an Kindern und Jugendlichen, sondern an viele ältere Leute, die an einem normalen Donnerstag durch die Einkaufspassage bummelten. Die Zielgruppe der Kinder war natürlich im Kindergarten oder in der Schule.

Kleinere, die mit ihren Eltern unterwegs waren, wollten vor allem von Meryem geschminkt werden! Sie schminkte Sterne, Monde und Herzen auf Wangen und Arme. Außerdem gehört zu unserer Unternehmensidee ein Stand mit Flaschenwerfen, bei welchem die Kids Süßigkeiten gewinnen konnten. Überraschender Weise kamen auch hier ältere Leute und wollten ein paar Leckereien gewinnen.

Das meiste Geld kam aber dennoch durch die kunterbunten Armbänder, Haargummis und Ketten in die Kasse. Jeder der drei Schüler hatte seine Aufgabe. Caroline kümmerte sich darum, dass neue Armbänder etc. produziert wurden. Meryem übernahm die Werbung und sorgte dafür, dass Kinder an den Stand kamen und ihn sich angucken. Aufgabe von Pascal war es aktiv potentielle Kunden anzusprechen und an den Stand zu locken.

Bei der Straßenwerbung mussten Meryem und Pascal hartnäckig bleiben. Somit ist Pascal mehrfach mit fremden Menschen mitgegangen und um ihr Interesse geworben. Er machte dabei die Erfahrung, dass es bitter für einen Verkäufer ist, zu hören, man solle sie doch bitte in Ruhe lassen. Caroline war eher die Pessimistin in der Gruppe und sprach erst dann mit Menschen, wenn sie direkt am Stand standen.

Im Großen und Ganzen lief es für die drei Jungunternehmer doch ganz gut. Denn sie haben letzten Endes mehr Geld eingenommen, als sie ausgegeben hatten. Sie haben also nicht nur Umsatz, sondern sogar Gewinn gemacht. Außerdem hatten sie auch ihren Spaß und es waren komplett neue Erfahrungen, die sie erlebten. Dadurch, dass sie die Perspektive wechseln mussten, lernten sie viel über das Leben als Verkaufskraft.


Ein eigenes Unternehmen in vier Tagen?
Von Jamila Barrie

Die Klasse 8zm nahm erfolgreich am BUSINESSCAMP des gemeinnützigen Vereins Futurepreneur teil. Das Projekt fand in der Seniorenanlage Grumbrechtstraße 76 vom 14.05. bis zum 17.05.2018 statt. In diesen vier Tagen haben wir uns damit beschäftigt, als Unternehmer und Unternehmerinnen eine eigene Geschäftsidee zu entwickeln.

In dem Projekt haben wir viel dazu gelernt und wurden schließlich zu selbstständigen Campusunternehmern. Am ersten Tag beschäftigten wir uns mit Brainstorming, wir sollten lernen, selbst in negativen Situationen etwas Gutes zu sehen, um kreativer und einfallsreicher zu werden. An den nächsten zwei Tagen befassten sich meine Mitschüler*innen mit ihrer Persönlichkeit, um mehr über sich selbst und ihren Unternehmertyp zu erfahren. Am vierten und letzten Tag des Projekts haben alle Verkaufsgruppen gebildet und ihr eigenes Produkt zum Verkauf in den Harburger Arcaden zu entwicklen. Unseren selbstverdienten Gewinn durften wir behalten.


LoveTickets: everyday in love
Ein Bericht von Eduard T., Pascal G. und Melanie M.

Wir, Eduard, Melanie und Pascal, waren vom 14.05 bis zum 17.05.2018 im Businesscamp im Seniorenwohnheim in der Grumbrechtstraße, bei dem wir die Chance erhielten, als Unternehmer*innen eine eigene Geschäftsidee zu entwickeln. Am Montag, dem ersten Projekttag wurden wir von unseren Coaches Bastian und Katja freundlich empfangen. Nachdem wir eine Kennenlernrunde absolviert hatten, führten wir Brainstorming-Übungen durch, z.B. wurden wir gefragt, was daran positiv sein, wenn ein Flugzeug auf dem Kopf landet, und sollten kreative Lösungen finden.

Am Dienstag, den 15.05.2018 kam Florian Möschner, ein Unternehmer aus Harburg, zum Gespräch. Wir stellten eine Menge Fragen und bekamen darauf auch ehrliche Antworten. Ermutigend war zum Beispiel, dass wir erfahren durften, dass er „nur“ einen Hauptschulabschluss gemacht hat, und trotzdem den Schritt gewagt hat, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden.

Am Mittwoch, den 16.05.2018 fingen wir an, unsere eigenen Geschäftsideen zu entwickeln. Unsere Idee war es, zu zweit Karten, unsere LOVETICKETS, herzustellen, auf welchen eine Pappblume und ein Lesezeichen in Form einer Blume abgebildet sein sollte. Diese haben wir am Donnerstag, den 17.5.2018 für jeweils zwei Euro verkauft. Wir erwirtschafteten einen kleinen Gewinn von 18 Euro.


Raten & Pflegen – Es läuft nicht immer so, wie man es sich wünscht!
Ein Bericht von Sarah H. und Esila C.

Vom 14.05.2018 bis zum 17.05.2018 nahmen wir, Esila und Sarah aus der Klasse 8zm, an einem Projekt von FUTUREPRENEUR e.V. teil, welches in der modernen Seniorenanlage der Grumbrechtstraße stattfand. Dabei ging es um die Verwirklichung einer eigenen Geschäftsidee.

Am Montag, den 14.05.2018 sind wir mit einem Brainstorming in die Woche gestartet, um unsere Kreativität auszuprobieren, sodass wir erfahren konnten, wie viele gute Ideen doch eigentlich in uns stecken. Eine ungewöhnliche Aufgabe der Teamer war es sich vorzustellen, was positiv daran wäre, wenn ein Flugzeug kopfüber auf den Flughafen landen würde.

Unser Highlight in der Projektwoche war das Gespräch mit dem Unternehmensgründer Florian M. aus Hamburg am Dienstag, den 15.05.2018. Er stellte uns seine eigene Snack Box beMOOKY vor. Wir konnten ihm alle Fragen dazu, was man bei der Gründung seiner eigenen Unternehmensbeachten muss, stellen, welche er dann mit Freude beantwortet hat.

Am Mittwoch, den 16.05.2018 ging es dann endlich an die Entwicklungen unserer Geschäftsideen. Dafür fingen wir mit allgemeinen Ideen an, die wir auch präsentieren mussten. Erst einmal hatten wir alle die Aufgabe jeweils zwanzig Ideen zu sammeln und uns dann davon die besten drei auszusuchen. Besonders schön fanden wir: die Mystery Box, Selfmade Cosmetics und Kinder schminken.

Wir haben uns dann für die Mystery Box und Selfmade Cosmetic entschieden, weil wir diese Produkte als Kund*innen auch am ehesten kaufen würden.

Am Ende des Tages hatten wir also unsere eigene Produktidee, die wir dann in unserer Gruppe zu Hause vorbereiteten. Wir mussten zuerst die Boxen, welche bei uns aus Schuhkartons bestanden, herstellen. Schwierig daran war, die Löcher so in die Kartons zu schneiden, dass man sich nicht daran verletzen kann. Außerdem mussten wir noch die Gewinne besorgen. Dies lief reibungslos ab.

Für das Peeling vermischten wir Zucker mit Öl und weitere geheime Zutaten und füllten sie in Plastikschalen ab. Eigentlich schien das eine sichere Sache zu sein, doch unsere Waage bereitete uns Probleme, denn sie ging teilweise nicht an. Bei der Herstellung der Labellos lief es nicht viel anders, allerdings verwendeten wir als Zutaten hauptsächlich Kakaobutter und Bienenwachs. Für die komplette Vorbereitung brauchten wir fünf Stunden. Und unsere Probleme nahmen noch kein Ende, da wir noch einen Tisch für unseren Stand mitten in Harburg organisieren mussten.

Am Donnerstag, den 17.05.2018 ging es dann in den Verkauf. Unsere Schwierigkeit, einen Tisch zu finden, erledigte sich schnell, da wir im Arcarden-Center Harburg einen Tisch sowie einen Standplatz zur Verfügung gestellt bekamen.

So standen wir mit unseren selbst hergestellten Produkten, den Labellos und Peelings als auch zwei Boxen, in denen man ertasten musste, was der Inhalt war, in dem Arcarden.

Unsere Herausforderung war es 20 Peelings und sieben Labellos in drei Stunden zu verkaufen. Zum Ziel hatten wir uns 50 € Gewinn gesetzt, jedoch war uns in dem Moment noch nicht klar, wie schwierig das werden würde. Es fiel uns zu schwer, vorbeieilende Passanten für unsere Produkte zu interessieren. Viele sagten direkt „Nein! Kein Interesse!“, andere ignorierten uns, sagten, sie hätten keine Zeit oder versprachen uns wieder zukommen und waren weg. Insgesamt nahmen wir nur 11,80 € ein.

Rückblickend lautet unser Fazit zum BusinessCamp-Projekt, dass es uns zwar Spaß gemacht hat, wir uns aber einen größeren Erfolg gewünscht hätten. Im Großen und Ganzen haben wir durch das Projekt viele positive, jedoch auch negative Erfahrungen gesammelt.