Grandiose Weihnachtskonzerte der GSH – der Klassiker in der Eberthalle

Am Wochenende fanden die traditionellen Weihnachtskonzerte der Goethe-Schule Harburg in der Friedrich-Ebert-Halle statt und boten nicht nur den Teilnehmern, sondern vor allem den vielen Gästen von nah und fern eine feierliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest: Als am Ende des Konzertes die Lichter gedämpft wurden, alle Chorkinder der 5. und 6. Klassen die Bühne füllten und enthusiastisch und mit leuchtenden Augen „Es schneit“ zum Besten gaben, war jeder Zuhörer im Publikum in Weihnachtsstimmung versetzt. Besonders berührten die plattdeutschen Strophen des Liedes „Dat Joahr geit to Ind“, mit dem die beiden Konzertabende stimmungsvoll ausklangen.

Zuvor brachten die Schülerinnen und Schüler ein unglaublich vielfältiges Programm mit beeindruckender musikalischer Lebendigkeit auf die Bühne. Die Musikklassen 7-10 spielten neben Partyhits wie „I gotta feeling“ der Gruppe „The Black Eyed Peas“ auch brandaktuelle Songs wie „Drag me down“ von „One direction“ und „Dear future Husband“ von Meghan Trainor und versetzten das Publikum im Saal und auf den Rängen in Stimmung. Bewegend war der Abschiedsauftritt der 10. Musikklasse mit ihrer fetzigen Darbietung anspruchsvoller Latin-Rhythmen in „Conga“. Hier zeigte sich in beeindruckender Weise, zu welchem Können die Schüler im Lauf der Jahre heranreifen.

 

Auch die Ensembles der GSH zeigten eine große stilistische Bandbreite: Neben der Streicherguppe wussten die Kammermusiker mit dem 5. ungarischen Tanz von Dvorak zu begeistern und die Big Band interpretierte groovig mit großer Präzision und Spielfreude „Happy“ von Pharrell Williams und „Birdland“ von Joe Zawinul.

Die Chorarbeit hat an der GSH einen besonderen Stellenwert. Die 5.-Klässler hatten ihren allerersten Auftritt auf großer Bühne zusammen mit den 6.-Klässlern und sangen engagiert und voller Freude ihre einstudierten Lieder und auch der Schüler-Eltern-Lehrer-Chor klang ausgesprochen schön. Der Auftritt des überregional bekannten „Gospeltrains“ leitete traditionell den Endspurt des Konzertes ein und es ist immer wieder beeindruckend, wie viele Schüler gemeinsam derartig konzentriert und präzise ein musikalisches Miteinander repräsentieren, wie es sich in dieser ausgezeichneten Chorarbeit zeigt. Unter anderem dafür wurde der Leiter Peter Schuldt vor kurzem mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt.

 

Herausragende Schülerleistungen zeigten sich in den solistischen Beiträgen: Stimmgewaltig und packend trugen Tabea Cessak und Maite Morgan „My Immortal“ von Evanescene vor und wurden fulminant von dem Pianisten Michael Zlanabitnig begleitet. Fridtjof Schulze aus Jg. 13 krönte seine musikalische Karriere an der GSH mit einem eigens komponierten, einheißenden Schlagzeugsolo, mit dem er souverän zu beeindrucken wusste. Kurzerhand wurde die Bühne geräumt, damit Emelie von Holten genügend Platz für ihre Modern-Dance-Choreographie fand.

Charmant und stilsicher führten Abteilungsleiter Jan-Henning Preuße und Schülerin Nina Seemann aus dem 13. Jahrgang durch den Abend. Auch dieses brillante Moderatorenteam symbolisiert den besonderen Spirit der GSH: Das Miteinander von Lehrern und Schülern wird hier groß geschrieben.

Die Konzerte zeugten von musikalischer Leichtigkeit und beeindruckender Vielseitigkeit an der Goethe-Schule Harburg. Dafür haben viele Großartiges geleistet und alle an einem Strang gezogen: Eltern, Lehrer und Schüler! Hier wurde die Schule augenscheinlich als Gemeinschaft vieler erlebt, die unglaubliches Engagement zeigen, Vieles miteinander stemmen und einander mit ihren Talenten und Ihrem erarbeiteten Können erfreuen und sich große Wertschätzung entgegenbringen, die immer wieder zu Höchstleistungen beflügelt. So einfach sich das anhörte und so reibungslos das aussah – hierin stecken Jahrzehnte konsequenter Arbeit, um sich in diesem Bereich zu professionalisieren und zu profilieren.

Für Schulleiterin Vicky-Marina Schmidt, die seit Sommer neu im Amt ist, waren es die ersten Weihnachtskonzerte. Lange im Vorfeld sei sie immer wieder auf die Besonderheit der Konzerte im Schulleben angesprochen worden – doch damit hatte sie nicht gerechnet und zeigte sich überwältig und schier begeistert: „Die Konzerte der Schülerinnen und Schüler der GSH sind so unglaublich großartig, wie man es sich in seinen allerkühnsten Träumen als Schulleiterin wünscht!“ Ein schöneres Geschenk könne sich eine Schule an Weihnachten nicht machen!