Weihnachtskonzert

DAS WEIHNACHTSKONZERT

 

Am 20. Dezember 1989 fand das erste Weihnachtskonzert der GSH unter dem Motto „Dat Joahr geiht to Ind“ statt. Die erste Programmhälfte war „weltlich“ ausgerichtet, damit alle auftretenden Chöre, Musikklassen und Gruppen ihre Highlights des Jahres präsentieren konnten. In der zweiten Programmhälfte hingegen stand eindeutig die Vorfreude auf eines der größten Feste des Jahres im Vordergrund. „Nu is Wiehnacht nich wiet, doar ward die ganz anners tomoot.“

Seit jeher lag mir die Chorarbeit besonders am Herzen, weil gerade die Stimme das unmittelbarste und direkteste Ausdrucksmittel ist und jeder sofort und ohne besondere Vorkenntnisse mit anderen musizieren kann. Nachdem ich mit dem neu gegründeten Unterstufenchor der 5. Klassen im Jahr zuvor an einem weihnachtlichen Gruppenkonzert diverser Harburger Schulen teilnahm, kam mir die Idee, für die GSH ein Konzert mit eigenem Profil zu veranstalten, denn es ging vor allem darum, in der ersten Schuljahreshälfte einen besinnlichen Abschluss zu finden. Meine Musikkollegen waren ebenfalls von dieser Idee überzeugt, und bereiteten ihre Gruppen fortan systematisch auf diese Konzert vor.

Natürlich war es von innerschulischer Seite zum Teil problematisch, so kurz vor den Zeugnissen mit so vielen Schülern ein Konzert veranstalten zu wollen – inzwischen wirkt ein Fünftel der Schülerschaft am Konzert mit – , aber es gibt keine vergleichbare Zeit, in der die Bereitschaft zum Träumen, die Vorfreude der Schüler und Eltern so groß ist, wie gerade vor Weihnachten.

weihnachtskozert 02_kleinAm 20.12.89 war es endlich soweit. Um 19:30 Uhr begann pünktlich das erste Weihnachtskonzert der GSH. Schon das erste Konzert im Harburger Rieckhof wurde eine voller Erfolg. Innerhalb kürzester Zeit waren alle Karten vergriffen. Es entstand eine faszinierende Mischung aus engem Gewusel und gespannter Konzentration. Der Funke aufs Publikum sprang sofort über. Schüler und Eltern feierten sich gleichermaßen. Besonders das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern wurde sehr gut aufgenommen und ist seitdem fester Bestandteil in jedem Jahr. Die Lust aufs Singen nahm im Laufe der Jahre beständig zu. Inzwischen gibt es mehrere Chöre an der GSH.

Seit 1995 finden die Weihnachtskonzerte aufgrund des stetig gestiegenen Zuschauerinteresses in der bisher stets ausverkauften Friedrich Ebert Halle statt. In jedem Jahr gab es kleine Besonderheiten. Mal wurde eine kürzere Musicalproduktion wie „Auweianachtsmann“ oder „Tabaluga“ aufgeführt, mal wurde intensiver getanzt. Bisweilen konnte man einen Abteilungsleiter sichten, der im Bärenkostüm als singender Balou die Herzen der Zuschauer eroberte. Mit Liedern wie „Casatschok“, „Dat Joahr geiht to Ind“ und „Von guten Mächten“ wurden GSH-eigene Hits geschaffen. Darüber hinaus gab es auch immer wieder Einlagen und Beiträge von Schülern aus Literaturklassen.

Nicht immer gelang es den selbstgesteckten Zeitrahmen einzuhalten, so dass man sich bisweilen auf die Mammutlänge einer Wagneroper einrichten musste. Aber an dieser Stelle sei noch einmal deutlich gesagt: Wir arbeiten dran. Aber Dank den einfühlsamen Moderatorinnen konnten sogar Umbaupausen nett und unterhaltend gestaltet werden.

Diese Konzerte sind nicht selbstverständlich. Wer einmal von morgens um 7 Uhr bis weit nach Mitternacht schwere Anlagenteile geschleppt hat, den ganzen Tag über geprobt und beaufsichtigt hat, weiß, wovon ich rede. Ohne den großen Idealismus sämtlicher Musikkolleginnen und -kollegen, weit über die tägliche Unterrichtstätigkeit Extrapoben einzulegen und sich mit ihrer Arbeit auch öffentlicher Kritik zu stellen, sind diese Konzerte nicht denkbar. Aber was wäre die Schule ohne die Begeisterungsfähigkeit ihrer Schüler, die all das erst möglich machen.

 
Eindrücke von den Weihnachtskonzerten der vergangenen Jahre finde Sie hier:

• Die Weihnachtskonzerte 2016

• Die Weihnachtskonzerte 2015