Jahrgang 7-10

DAS PROFIL WÄHLEN

 

Das Ziel der pädagogischen Arbeit der Goethe Schule Harburg ist die individuelle Profilierung aller Schülerinnen und Schüler nach ihrem Leistungsvermögen, aber vor allem auch nach ihren Interessen, Begabungen und Neigungen. Um dieser individuellen Entwicklung Raum und Anreiz zu geben, aber auch das Erreichen des jeweils möglichen Bildungsabschlusses zu gewährleisten, bedarf es eines besonderen organisatorischen Rahmens.
Die Goethe Schule Harburg bildet daher ab der 7. Jahrgangsstufe Profilfachklassen, in denen Schüler mit ähnlich gelagerten Neigungen und Interessen gemeinsam unterrichtet werden.

Die Profilfachklassen ordnen sich unter drei Profildächer, das sind:

» Mensch in Kultur
» Mensch in Natur
» Mensch in Gesellschaft

Diese Profildächer sind verbindlich und bleiben dauerhaft erhalten.

Die Ausrichtung der Profilfachklassen, die sich unter jeweils einem dieser drei Dächer bilden, kann von Jahr zu Jahr variieren, denn das Angebot wird auch von den personellen Schwerpunkten der Schule mitbestimmt.

Eine Profilfachklasse bietet auf jeden Fall einen festen Klassenverband von der Jahrgangsstufe 7 bis zur Jahrgangsstufe 10 unter der Führung eines Klassenlehrers mit einem Ko-Tutor oder Schwerpunktlehrer. Um eine sogenannte „pädagogische Heimat“ zu bieten, bleibt diese Kombination bis zur zehnten Klasse stabil. Möglichst viele Stunden sollen im Klassenverband unterrichtet werden. Im Minimum sind dies die Stunden in einem Profil gebenden Wahlpflichtfach (3), das Fach Gesellschaft (3) und das Fach Sport (2). Dazu kommen 2 Stunden Soziales Lernen in Klasse 7 und eine Extra-Klassenlehrerstunde.

Je nach Zugehörigkeit zum Profildach kommen Bildende Kunst, Darstellendes Spiel oder Musik, Physik, Chemie oder/und Biologie hinzu. So können Fächerkombinationen mit unterschiedlichen Profilschwerpunkten gebildet werden, die für Schüler und Lehrer für vier gemeinsame Jahre ein abwechslungsreiches und motivierendes Unterrichtskonzept bieten, in dem leistungsbezogen und präsentationsorientiert gearbeitet werden kann.

Die Bildungspläne der jeweils beteiligten Fächer sind Grundlage der unterrichtlichen Arbeit. Sie lassen Raum für eine individuelle, profilorientierte Schwerpunktsetzung.

Die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und die zweiten Fremdsprachen werden in unterschiedlichen „Fachleistungskursen“ unterrichtet und können unter besonderen Bedingungen Bestandteil des Profils sein.

 

Differenzierung

In allen Lerngruppen wird der Unterricht binnendifferenziert. Das bedeutet, dass die Anforderungen innerhalb eines Themas nicht für alle Schülerinnen und Schüler gleich sind, sondern ihren unterschiedlichen Fähigkeiten entsprechen. Jeder soll eine angemessene Herausforderung erhalten und entsprechende Leistung zeigen. Jeder Schüler soll ein möglichst hohes Lernniveau erreichen.

In den Fächern Englisch, Mathematik, Deutsch, den Naturwissenschaften und der 2. Fremdsprache werden die Schüler bis spätestens Jahrgang 9 jeweils zwei verschiedenen Kursniveaus zugeordnet und in entsprechend unterschiedlichen Kursen unterrichtet. Das nennt sich „äußere Fachleistungsdifferenzierung“. Im Kurs II werden von den Schülern vor allem grundlegende Anforderungen erfüllt. In Kurs I stellen sich die Schüler, über die grundlegenden Anforderungen hinaus, den erweiterten Anforderungen. Die Einkursung ist keine Einbahnstraße, sondern bei einer deutlichen Leistungssteigerung oder erkennbarem Leistungsrückgang wird der Kurs gewechselt.

Die Goethe Schule Harburg fordert jedes Kind gemäß seinen Fähigkeiten zu hohen Leistungen heraus, ermöglicht es ihm aber auch, bei absinkenden Leistungen an seiner Schule und in seiner Klasse zu bleiben.

 

Noten

In den Jahrgängen 5 bis 6 werden die Noten 1 bis 6 gegeben. Die Note 2 wird gegeben, wenn die erhöhten Anforderungen erfüllt sind. Die Note 4 wird gegeben, wenn die Mindestanforderungen erfüllt sind.

Ab Klasse 7 werden bei der Leistungsbewertung zwei Anforderungsebenen unterschieden und die Notenskala erweitert sich auf 9 Noten, die in E- und G-Noten unterteilt sind, wobei eine G1 einer E4 entspricht.

notenDie E-Noten werden für Leistungen vergeben, die im erweiterten Anforderungsbereich erbracht wurden. Die E4 ist die Richtzensur für alle Schüler, die in Richtung Abitur gehen wollen. Die G-Noten werden für die grundlegenden Anforderungen vergeben. Die G2 ist die Richtzensur für alle Schülerinnen, die den Mittleren Abschluss (Realschulabschluss) anstreben. Mindestanforderung für den Ersten allgemeinbildenden Abschluss (Hauptschulabschluss) ist die G4.

 

Zeugnisse

Am Ende der Klassenstufe 8 wird im Zeugnis der Schüler vermerkt, welcher Schulabschluss bei gleichbleibenden Leistungen voraussichtlich erreicht werden kann. Dieser Vermerk steht ab Klasse 9 in jedem Halbjahreszeugnis. Am Ende der Jahrgangsstufen 9 und 10 weisen die Zeugnisse den erreichten Schulabschluss aus. Dies erfolgt in abschlussbezogenen Noten von 1 bis 6, so dass die Schüler mit bundesweit einheitlichen und vergleichbaren Notenzeugnissen die Schule verlassen. Die Zeugnisse der Jahrgänge 5 bis 8 enthalten Angaben – zur individuellen Lernentwicklung im vorausgegangenen Schulhalbjahr, – zum erreichten Lernstand in allen unterrichteten Fächern sowie – zu den überfachlichen Kompetenzen. Grundlage für diese Angaben sind die zwischen Eltern, Schüler und Lehrern geführten Lernentwicklungsgespräche und die darin getroffenen Vereinbarungen zu Beginn des vorausgegangenen Schulhalbjahres.

 

Abschlussprüfungen

Prüfungen am Ende der Klasse 9
Wer nach dem ersten Halbjahr der neunten Klasse im Zeugnis den Vermerk erhält, er erreiche voraussichtlich den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss – ESA (Hauptschulabschluss), ist verpflichtet an der Abschlussprüfung am Ende der Klasse 9 teilzunehmen. Die Prüfungen werden in Deutsch, Mathematik und Englisch abgenommen. Die Prüfung teilt sich jeweils in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Die Aufgaben der schriftlichen Prüfung werden aus einem zentralen Katalog ausgewählt. Die Prüfungsnote setzt sich zu gleichen Teilen aus mündlicher und schriftlicher Note zusammen. Außerdem legen diese Schüler in einem der Fächer Deutsch, Mathematik oder Englisch eine Praxisorientierte Prüfung ab. Die Praxisorientierte Prüfung wird nur zur Erlangung des ESA abgelegt. Die Prüfungsnote geht zu 40% in die Jahresnote ein.

Prüfungen am Ende der Klasse 10
An dieser Prüfung müssen die Schüler teilnehmen, in deren Halbjahreszeugnis von Klasse 10 vermerkt wurde, sie erreichten voraussichtlich den Mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss) oder die Versetzung in die Vorstufe der gymnasialen Oberstufe. Auch hier geht die Prüfungsnote zu 40% in die Jahresnote ein. Alle weiteren Regelungen laufen parallel zur Prüfung in Klassenstufe 9.